Redewendung,  Sprüche

Auf die Barrikaden gehen

Auf die Barrikaden gehen, die neue Redewendung! Barrikaden sind Absperrungen, die vor Gefahren schützen „Huuuui! Der ging aber knapp am Ohr vorbei!“, ruft Robert und sieht dem Papierflieger hinterher, der mittlerweile schon am anderen Ende des Klassenzimmers angekommen ist. Es ist Donnerstagnachmittag, die siebte Stunde ist gleich um und die ganze Klasse ist schon in Feierabend-Stimmung. Da gleiten Papierflieger durch die Luft, Briefe wandern von einem Tisch zum nächsten und zwischendurch ertönt lautes Gekicher aus einer der letzten Reihen.

Auf die Barrikaden gehen

Der grummelige Chemielehrer Herr Zink steht zerknirscht vor der Klasse und schreibt hartnäckig eine Formel nach der anderen an die Tafel. Um jeden Preis möchte er heute noch das Kapitel aus dem Chemiebuch durchnehmen. Doch ihm reißt auch schon der Geduldsfaden – er ruft mit rotem Kopf: „Es reicht jetzt! Morgen kommt ihr alle zur ersten Stunde um zehn vor Acht!“ Die Klasse sitzt wie vom Blitz getroffen da. „Das ist unfair!“, murren schließlich ein paar der Schüler. Die selbstbewusste Pia steht auf und sagt laut: „Das lassen wir uns nicht gefallen, Herr Zink.

Auf die Barrikaden gehen

Dann gehen wir auf die Barrikaden!“ Robert wundert sich. Was sind denn diese Barrikaden und wo sollen die denn sein? Die Geschichte hinter der Redewendung Als Barrikaden bezeichnete man früher Straßensperren, die zugleich als Schutzmauer oder Absperrung dienten. Während der März-Revolution 1848 in Deutschland wurden diese Schutzmauern besonders populär, als sich die aufständischen Bürger während der Straßenschlachten hinter ihnen verschanzten.

Wollten die Bürger sich wehren und ihre Gegner unter Feuerschuss nehmen, konnten sie dies nur tun, indem sie oben auf die Barrikaden stiegen. Von dort hatten sie eine gute Sicht und konnten sich gegen ihre Angreifer verteidigen. Wenn jemand also auf die Barrikaden geht, setzt er sich zur Wehr und protestiert. Nach einer Diskussion mit Herrn Zink kann sich die Klasse dann aber doch darauf einigen, den Rest des Lernstoffs als Hausaufgabe zu Hause zu erledigen. Die Erste Stunde fällt aus und die Klasse atmet erleichtert auf. Auch Herr Zink ist nicht böse über diese Lösung – so kann auch er ein Stündchen länger schlafen.

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