KROKODILSTRÄNEN
Redewendung,  Sprüche

KROKODILSTRÄNEN

KROKODILSTRÄNEN.

Hallo, ihr lieben.

Es ist Samstag und wieder Zeit für eine neue Redewendung? Wir haben dieses Mal „Krokodilstränen“ ausgesucht für euch. Kennen viele bestimmt. Bestimmt einmal selber gehört oder gesagt. Aber wisst ihr, worum es geht und woher es kommt? Lasst euch entführen in die Welt der Krokodilstränen.

Wir wünschen euch ein schönes Wochenende.

Krokodilstränen

Redewendung Krokodilstränen

Wenn jemand Trauer heuchelt, ist gerne von“ Krokodilstränen“ die Rede. Und können Krokodile überhaupt weinen? Tatsächlich können Krokodile Tränen vergießen, vor allem beim Fressen. Denn weil sie dabei heftig schnaufen, wird die Luft so stark durch ihre Nasenhöhlen gepresst, dass sich die Tränendrüsen entleeren. Im Mittelalter dachte man fälschlicherweise, dass Krokodile Menschen anlocken, indem sie Geräusche wie weinende Kinder machen.

Die Leute kamen zur Hilfe und wurden dann angeblich von den Krokodilen gefressen. In Wirklichkeit schreien die Jungtiere kurz vor dem Schlüpfen und ihre Mutter ist in dieser Zeit besonders aggressiv. Zudem hatte man beobachtet, dass Krokodilen beim Fressen Tränen aus den Augen kullerten. Das wurde als fies und heuchlerisch angesehen. Die Redewendung „Krokodilstränen weinen“ verwendet man deshalb, wenn jemand nur so tut, als tue ihm etwas leid, oder wenn eine Vortäuschung des Mitgefühls zwar haben Krokodile kein Mitleid mit ihren Opfern.

Aber die großen Echsen können gar nichts dafür, dass sie beim Fressen so aussehen, als ob sie weinen. Wenn sich ihr Oberkiefer beim Fressen hebt, dann drückt dieser auf eine Drüse hinter dem dritten Augenlid, die ein Sekret absondert. Aus diesem natürlichen Grund bilden sich eine Art Tränen bei Krokodilen. Das klappt auch beim Menschen! Wenn ihr leicht an euren inneren Augenwinkel drückt, dann bildet sich Tränenflüssigkeit. Daher kommt auch die Redensart „Auf, die Tränendrüse drücken“, wenn jemand Traurigkeit vortäuscht. Und können Krokodile überhaupt weinen?

Patrick und sein Bruder Kevin spielen gemeinsam mit ihren Weihnachtsgeschenken. Kevin möchte mit dem neuen Rennauto von Patrick spielen, aber der will sein Spielzeug nicht teilen. Patrick fährt mit seinem ferngesteuerten Auto durch das ganze Haus. Plötzlich hört man es laut krachen. Julians Auto ist die Treppe heruntergefallen und hat dabei zwei Räder verloren. „Oh, das tut mir aber so leid“, sagt Max mit einem verschmitzten Lächeln.

Daraufhin seine Mutter: „Max, du brauchst jetzt aber keine Krokodilstränen zu weinen.“ Max versteht seine Mutter nicht. Er weint gar nicht. Auch Max täuscht nur vor, dass es ihm leidtut, dass das Spielzeugauto seines Bruders kaputtgegangen ist

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