Redewendung,  Sprüche

Wenn es jemandem hundeelend geht

Wenn es jemandem …Redewendung Time und wir haben eine neue Redewendung für euch und das ist kein Aprilscherz. Und wusstet ihr was diese Redewendung bedeutet? Wir wünschen euch eine schöne neue Woche im April!

Wenn es jemandem hundeelend geht, ist er auf den Hund gekommen.

„Ich weiß echt nicht weiter“, klagt Emma ihrer Schwester. „Erst neulich habe ich mein Sparbuch für das neue Handy geplündert, und jetzt ist es mir gestohlen worden! Und was ich mir an die Seite gelegt habe ist für diesen Monat  auch schon ausgegeben. Ich bin wirklich auf den Hund gekommen!“ Nein, Emma hat keinen Hund.

Die Redewendung „Auf den Hund kommen“ bedeutet, dass es jemandem gar nicht gut geht. Zum Beispiel ist seine Gesundheit ruiniert oder er hat sein ganzes Hab und Gut verloren. Es gibt mehrere Erklärungen, warum Hunde hier in einem so negativen Zusammenhang auftauchen. Eine davon lautet so: Manche Menschen hatten am Boden ihrer Geldtruhe einen gezeichneten oder geschnitzten Wachhund abgebildet.Der sollte Diebe abschrecken und den Besitzer selbst zur Sparsamkeit ermahnen. Hatte nun einer so viel Geld ausgegeben, dass dieser Hund zum Vorschein kam, war er „auf den Hund gekommen“. Aber auch sonst ist der Hund umgangssprachlich oft ein armes Tier. Denn früher wurden nur die Schoßhunde bei den reichen Leuten verwöhnt.

Wenn es jemandem

Ausdrücke wie „Jemanden wie einen Hund behandeln“ oder „hundeelend“ erinnern daran, welchen Stellenwert Hunde bei einfachen Leuten hatten. Diese armen Menschen spannten sogar einen Hund vor ein kleines Fuhrwerk – da sah man sofort, wer sich keinen Esel und erst recht kein Pferd leisten konnte. Heutzutage wird die Redewendung auch öfter für Hundefreunde benutzt: Wer sich einen Hund zulegt, ist ja ganz wörtlich „auf den Hund gekommen“. Damit wird die ursprüngliche Ausdrucksweise absichtlich verdreht. Richtig elend steht es um Emma zum Glück nicht. Sie hat gute Freunde und eine liebe Familie, die ihr etwas Geld leiht.

Jetzt muss sie zwar wieder ihr altes Handy benutzen, aber sie kann weiterhin mit öffentlichen Verkehrsmitteln  zur Schule fahren – und nicht mit einem Hundekarren!

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